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Wie es begann…
In der Fürfelder Vereinsgeschichte ist der Schützenverein noch ein realtiv junger Verein. Er wurde im Mai 1972 gegründet.

Wesentlich an der Gründung beteiligt waren der Gastwirt Philip Kolb, Günter Bojak, Attilio Mazzoli, Gerhard Müller und Toni Bremmer. Dem Optimismus des Philipp Kolb, der damals schon seit drei Jahren im Rollstuhl saß, und der auch die Räumlichkeiten zum Schießen zur Verfügung stellte, war zu verdanken, dass im Mai 1972 öffentlich zur Gründungsversammlung eingeladen wurde.

Gründungsmitglieder: Philipp Kolb, Attilio Mazzoli, Günter Bojak, Udo Baum, Bernd Schunk, Karl Schmuck, Karl-Heinz Mussel, Heinz Baußmann, Toni Bremmer, Gerhard Müller, Wilhelm Müller, Margaritta Stock, Egon Ritzheim, Friedel Fissler, Eitel Bührmann, Werner Andel, Dieter Klein.

Es wurde ein Vorstand gewählt, der sich folgendermaßen zusammensetzte:

  • 1.Vorsitzender Toni Bremmer
  • 2. Vorsitzender Günter Bojak
  • Rechner Philip Kolb
  • Schriftführer Heinz Baußmann
  • Beisitzer Attilio Mazzoli – Udo Baum

Mit sehr viel Begeisterung wurde die alte Kegelbahn in der Gaststätte Kolb zum Luftgewehr- Schießstand umgebaut. Im September 1972 konnte sich der SV Fürfeld erstmals mit zwei Mannschaften an den Rundenwettkänpfen beteiligen und war auch recht erfolgreich.

Von Frauen und Tontauben
1974 wurde außer den Luftgewehr Mannschaften auch noch eine Tontauben Abteilung gebildet, die den Verein sehr erfolgreich auf Kreis-, Bezirks-, und Landesebene vertrat. Zunächst war das Schießen im Verein eine reine Männersache, bis dann Erika Baußmann als einzige Frau in der Mannschaft mitschoß. Zug um Zug kamen dann auch die Ehefrauen der Mitglieder zu den Trainingsabenden und wurden zum überwiegenden Teil auch Mitglieder des Vereins. Ohne das Mitwirken der Ehefrauen wäre manches nicht möglich gewesen.

Der Bunker
Als 1979 unser Vorstandsmitglied Philipp Kolb verstarb und die Gaststätte geschlossen wurde, erlaubte die Ehefrau des Verstorbenen, den Keller der Gaststätte als Vereinsheim auszubauen. Das Vereinsheim „Bunker“ genannt, wurde zum Mittelpunkt des Vereinslebens und die Geselligkeit und Gemütlichkeit verschaffte dem Verein eine ganze Reihe von Neuzugängen.

Die Finanzierung
Schon kurz nach der Gründung machte sich der Verein Gedanken um eine vereinseigene Schießanlage. Von der Gemeinde wurde die stillgelegte Mülldeponie im Erbbaurecht angepachtet. Bei einem befreundeten Schützenverein wurden Unterlagen eingeholt und Günter Bojak führte die Planung aus. Nachdem meherere Jahre versucht wurde, über den „Goldenen Plan“ Mittel zu bekommen und der Antrag immer wieder zurückgestellt wurde, nahm man ein Angebot des Kreises an. Der Verein sollte auf die Mittel des „Goldenen Planes“ verzichten und dafür 30 % der Bausumme in Höhe von 60.000,- DM vom Kreis bekommen. Die fehlende Summe musste der Verein durch Eigenleistung und Bargeld selbst aufbringen.

Eigenleistungen
Von den vielleicht zwei Dutzend Mitgliedern, die durch Arbeitseinsatz am Bau tätig waren, wurde sehr viel verlangt. Dazu kam noch eine weitere finanzielle Belastung durch die Erschließung des Schützenhauses mit Wasser und Strom sowie Heizung, was bei der Planung nicht vorgesehen war. Auch die Planierung des Geländes verursachte erheblichen Arbeitsaufwand. Hierbei erfuhr der Verein durch seine Mitglieder Adrianus Douw und Günter Grosse große Unterstützung. Für diese zusätzlichen Maßnahmen reichte allein der Zuschuss des Kreises nicht aus.
Dies war eine große Aufgabe. Durch Aktivitäten wie Veranstaltungen, Preisschießen und auch die Pflege des jüdischen Friedhofs in Fürfeld, die der Verein einige Jahre ausführte, wurde jede Mark gespart. Hier auch ein Dank an die Gemeinde Fürfeld, die dem Verein 5.000,- DM für den Bau zukommen ließ.